Mehrhundehaltung mit kleinen Schwierigkeiten: Gastritis

Gastritis beim Hund durch Stress und Ärger

zwei Hunde: eigentlich vertragen sie sich, aber es gab doch auch Probleme

Körper und Geist sind untrennbar - auch beim Hund. Die Psyche kann den Körper krank machen. Eine ganzheitliche Therapie berücksichtigt das, auch bei ganz eindeutig körperlichen Erkrankungen. 

Dass ein junger Hund mithilft, das Haus zu dekorieren, war mir völlig klar. Die Schuhe sind jetzt auf dem Bücherschrank in Sicherheit, und ein Teppich musste den Weg zum Sperrmüll antreten. Das alles war erwartet. Auch Eifersucht und Ärger beim Ersthund war erwartet, als die kleine Madam auch im Schlafzimmer schlafen wollte. Dass er ihr - außer motzen und zu murren - nichts tun würde, war ebenfalls erwartet. Schließlich kenne ich ihn jetzt seit einigen Jahren, und wir hatten ja auch schon andere Hunde zur Pflege. Also eigentlich lief die Eingewöhnung wie geplant.

Erwartet hatte ich aber nicht, dass der Ersthund aus Stress und Ärger eine Magenentzündung bekommt. Es war eine typische Gastritis mit mehrfachem Erbrechen. Viel Gras hat er auch gefressen, besonders nachts um 4.00 Uhr. 

Die Gastritis war mit einer die Psyche berücksichtigenden homöopathischen Behandlung, einer kurzzeitigen Diät und der (ganz wichtigen) liebevollen Zuwendung bald vorbei. Wichtiger aber als die Behandlung der körperlichen Magenenzündung war es, durch diese Behandlung sein Selbstbewußtsein zu stärken. Denn dass war durch diesen Eindringling doch angeknackst.

Gemeinsam auf einer Decke liegen die Hunde zwar jetzt auch nicht. Aber der Ersthund hat akzeptiert, dass die Kleine Madam hier wohnt. Manchmal lässt er sich auch von ihr zu einem Spielchen überreden. Andererseits hat er ihr klargemacht, dass er auf manchen Vorrechten besteht. Und sie freut sich, dass er ihr zeigen kann, was bei uns im täglichen Leben wichtig ist.

Eine Therapie beim Tier sollte neben den körperlichen Symptomen stets auch die Psyche berücksichtigen. Hier war es die Verunsicherung über einen Zweithund im Haus. Die alleinige Behandlung der Magenetzündung, zum Beispiel mit Säureblockern und Antibiotika, hätte zwar die Symptome behandelt, aber nicht die Ursache berücksichtigt. Und es hätte nicht sein Selbstbewußtsein gestärkt.

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