Xylitol-Vergiftungen

Xylit(-ol), Birkenzucker - gefährlicher Zuckerersatz

Xylitol löst bei Hunden einen massiven Anstieg des Insulinspiegels aus. Das führt zu einem sehr schnellen Abfall des Blutzuckerspiegels. Der Blutzucker aber ernährt sämtliche Zellen des Körpers, auch die Nervenzellen und vor allem die roten Blutkörperchen. So werden die Symptome einer akuten Vergiftung mit Xylitol verständlich.

Xylit (Xylitol) kann als kalorienarmer Zuckerersatz zum Kochen und Backen verwendet werden. Auch in zuckerfreien Kaugummis oder Bonbons ist es oft Bestandteil - bei Kaugummis bis z 0.3 Gramm/Stück, wenn es nicht als erster Bestandteil gelistet wird. Für Hunde kann so eine Packung Kaugummi Krämpfe verursachen, Erbrechen und einen Abfall des Blutzuckerspiegels, der sogar zum Tod führen kann.

Symptome einer Vergiftung mit Xylitol

  • Erbrechen
  • Krämpfe, des Magen-Darm-Traktes, aber auch des Körpers insgesamt, wie bei einem epileptischen Anfall
  • Zittern
  • Schwäche des Bewegungsapparates, unkoordiniertes Laufen (Ataxie)
  • allgemeine Schwäche, Apathie, Seitenlage, bis zur Bewusstlosigkeit (Insulinschock, Koma)
  • Durchfall
  • Gelbsucht als Folge einer Vergiftung durch zerstörte Rote Blutkörperchen

Vergiftung mit Xylitol - eine kleine Menge genügt

Bereits eine Menge von 0,1 Gr Xylitol pro Kg Gewicht des Hundes kann eine Vergiftung verursachen - also 2 gr Xylitol bei einem 20Kg Hund! Der Insulinanstieg ist abhängig davon, wieviel Xylitol der Hund gefressen hat: ab 0.5Gr/Kg wird es sehr ernst für den Hund. Eine Packung zuckerfreie Kaugummis kann einem Ladrabor schwere Schäden verursachen - und kein Labrador hört nach einer halben Packung auf.

Behandlung einer Xylitolvergiftung

Eine Xylitolvergiftung ist wirklich gefährlich und sollte akut behandelt werden. Der Insulinanstieg kann bis zu 24 Stunden anhalten. Als erste, kurzfristig hilfreiche Maßnahme kann Honig dienen, der direkt auf die Maulschleimhaut aufgetragen werden kann. Infusionen, um den Kreislauf zu stützen, können nötig werden. Eine sorgfältige Überwachung für bis zu 48 Stunden und länger ist sehr wichtig, um Spätschäden zu vermeiden.

Das beste ist also, die Gefahr zu kennen und die Vergiftung mit Xylitol zu vermeiden.

Vergiftung mit Xylit: Clinipharm-Clinitox, die Datenbank

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