Blutegeltherapie bei Hunden und Pferden

Die Erfolge der Blutegeltherapie bei akuten und chronischen Entzündungen wie zum Beispiel Arthrose, Sehnenentzündungen oder Hufrehe resultieren sowohl aus dem geringfügigen örtlichen Aderlaß, vor allem aber aus der Wirkung des Sekretes, das vom Egel abgeben wird. Die Egeltherapie wirkt entzündungshemmend. Sie fördert die Durchblutung. Sie steigert den Lymphfluss, wirkt schmerzstillend und kann Blutgerinnsel lösen. Sogar Blutergüsse können behandelt werden. Die Ergebnisse der Behandlung sind so großartig, dass Blutegel an Kliniken (z.B. Charitè) Studienobjekt sind.

Auch als „Ausleitungsverfahren“ wird die Blutegeltherapie angewendet.

Blutegel sind lebende Tiere. Deshalb werden sie nur einmal in ihrem Leben therapeutisch verwendet. So wird verhindert, dass Krankheiten auf einen Patienten übertragen werden. Durch das Nachbluten des Egelbisses wird die Wunde von Keimen gereinigt. Genau dies ist der Punkt, der viele erschreckt. Aber ein Blutegel saugt nur ca. 10 - 30 ml Blut. Ungefähr genauso viel geht beim Nachbluten verloren. Im Vergleich: ein Pferd mit 500kg Gewicht hat ungefähr 45 Liter Blut. Auch ein Hund verträgt den kleinen Blutverlust bei einer Blutegeltherapie gut.

Die Blutegeltherapie ist sehr wirksam bei akuten und chronischen Entzündungen im Bewegungsapparat.

Sehr erfolgreich kann die Blutegeltherapie auch mit Heilpflanzen kombiniert werden.